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Die Besonderheiten des Buddhismus
Was unterscheidet den Buddhismus von anderen
Weltreligionen?
Der grundliegendste Unterschied
zu anderen Weltreligionen ist der, dass es im Buddhismus
keinen Schöpfergott gibt. Der Mensch ist keiner
höheren Macht unterworfen welcher er durch Gehorsam
dienen muss. Vielmehr steht der Mensch an sich im
Mittelpunkt, welcher sich von allen irdischen Fesseln
lösen muss um die Bewältigung der eigenen
irdischen Existenz zu erfahren. Es zeigt sich, dass
der Buddhismus in der Öffentlichkeit als Esoterik
wahrgenommen wird und weniger als Religion. Diesbezüglich
gilt der Buddhismus nicht als Religion sondern als
eine Art der Philosophie.
Wer sich und das eigene Seelenheil
einem Schöpfergott unterwirft und demzufolge
die eigene Begrenztheit akzeptiert, gilt als religiös.
Eine selbstständige innerliche Befreiungssuche
hingegen ist jedweder Religionslehre unvertraut und
wird sogar größenteils als Sünde verurteilt.
Warum das so ist? In den "herkömmlichen"
Religionen geht es selten um die eigene Befreiung
im Leben. In den Urtexten dieser Religionen ist keine
Rede von "Befreiungsstufen" oder von der
"sehenden Achtsamkeit", welche laut Buddha
die einzige Quelle des Befreiungsweges ist.
In der Öffentlichkeit
wird der Begriff "Religion" positiv wahrgenommen,
(Von den derzeitigen westlichen Diffamierungen des islamischen
Glaubens einmal abgesehen, welche aber eher dieser Zeitperiode
anzurechen sind und somit nicht als "generell"
gelten sollten), der Begriff "Esoterik" hingegen
wird zumeist verächtlich und als höchst fragwürdig
dargestellt. |
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Wäre der Buddhismus
nicht durch die der Öffentlichkeit bekannten Meister
wie den Dalai Lama oder Thich Njat Hanh vertreten, so würde
dieser Glaube heutzutage gewiss als Sekte verrufen.
Äußerungen
wie die vom Papst, der den Dalai Lama als "Gottlosen"
bezeichnet, haben natürlich auf die breite Masse der
Bevölkerung einen beachtlichen und (natürlich) negativen
Effekt.
Den meisten Menschen ist
daher unbekannt, dass sich Buddha weder als Gott noch als
Boten Gottes betrachtete. Er zeigt lediglich auf, dass die
Lehren Dhamma (Pali) bzw. Dharma (Sanskrit) durch die eigene
meditative Schau (der Kontemplation) erfahrbar sind.
Desweiteren verweist Buddha
auf die Eigenständigkeit des Jeweiligen selbst beim Erlernen
dieser Technik und mahnt ab vor einem dogmatischen Befolgen
seiner Lehre. Die Selbstverantwortung gilt hier als das Höchste.
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